Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Schulter- und Armschmerzen

Schmerzen im Bereich von Schulter und Arm sind weit verbreitet. Häufig strahlen diese Schmerzen vom Nacken über die Schulter bis in den Arm aus. Die Beschwerden können so stark sein, dass alltägliche Bewegungen und Aktivitäten erschwert oder sogar unmöglich werden. Viele Betroffene berichten, dass selbst der Schlaf durch die Schmerzen gestört wird.

Ursachen für Schulter- und Armschmerzen:

Die Schulter ist eine der kompliziertesten Strukturen unseres Körpers. Sie verbindet den Oberkörper und den Brustkorb mit dem Arm und besteht aus Muskeln, Gelenken, Bändern und Schleimbeuteln.

Damit wir die Schulter bewegen können, müssen all diese Bestandteile perfekt zusammenarbeiten. Schon kleine Störungen in einem Bereich können Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit verursachen.

Die häufigsten Ursachen für Schmerzen in der Schulter-Arm-Region sind jedoch Funktionsstörungen (Muskelverspannungen und Blockierungen). Solche Ungleichgewicht im Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken verursacht einen gestörten Ablauf innerhalb einer funktionellen Kette, ohne dass ein wesentlicher Schaden an den betroffenen Strukturen vorliegt.

Funktionsstörungen entstehen oft durch schlechte Körperhaltung und Fehlbelastungen. Störfelder und psychosoziale Faktoren (Stress) wirken verstärkend.

Die häufigsten Auslöser für Schulterschmerzen und im Schulterblatt sind Funktionsstörungen.

Ein wichtiger struktureller Grund für Schulter- und Armschmerzen ist ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule. Ein gereizter Nerv verursacht neben Schmerzen, die bis in den Arm ausstrahlen, häufig auch über Gefühlsstörungen (Kribbeln, Taubheitsgefühle) oder sogar Muskelschwäche im Arm.

Mit zunehmendem Alter oder als Folge von Verletzungen können sich Gelenke und Knochen der Halswirbelsäule (HWS) verändern. Diese degenerativen Veränderungen können zum Beispiel die Austrittsstellen der Nerven verengen (Neuroforamenstenose) oder die Bewegung der HWS einschränken (Facettengelenarthrose) und zudem Schmerzen verursachen.

Unfälle, Stürze oder Verletzungen beim Sport können ebenfalls zu Schädigungen der HWS führen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hervorrufen.

Das Schultergelenk selbst ist sehr anfällig bei Unfällen. Im Verlaufe der Zeit kann sich insbesondere nach Brüchen und Sehnenverletzungen auch eine Schultergelenkarthrose entwickeln.

Da Schmerzen im Schulterbereich unterschiedliche Ursachen haben, ist die gründliche Untersuchung durch einen Spezialisten für Funktionsdiagnostik wichtig. Dr. Bunk unterscheidet genau zwischen Störungen in der Funktionskette und strukturellen Veränderungen.

Typische Beschwerden und Symptome bei Schulter- und Armschmerzen:

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • schmerzbedingte Einschränkung der Armbeweglichkeit (z.B. Schwierigkeiten beim An-/Ausziehen, Arbeiten und Greifen Überkopf)
  • Schmerzen in Schulter und Nacken, die bis in den Arm ausstrahlen können (Cervicobrachialgie).
  • Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit, oft in Arm, Unterarm oder Hand.
  • Schwächegefühl im Arm, das Betroffene als kraftlos empfinden.
  • Bewegungseinschränkungen im Nacken und der Schulter, wie etwa eine verminderte Kopfdrehung oder Schwierigkeiten, den Arm anzuheben.

Die Lokalisation der Schmerzen kann außerdem wichtige Hinweise auf die Ursache geben:

  • Schmerzen im vorderen Bereich der Schulter deuten oft auf Probleme im Schultergelenk selbst hin.
  • Schmerzen im hinteren Bereich der Schulter sind hingegen häufiger auf Störungen im Schultergürtel oder der Wirbelsäule zurückzuführen.

Wie erfolgt die Diagnostik bei Schulter- und Armschmerzen?

Da die Schulter so komplex aufgebaut ist und viele verschiedene Strukturen beteiligt sind, ist es besonders wichtig, die genaue Ursache der Schmerzen herauszufinden. Nur mit einer präzisen Diagnose kann eine gezielte und effektive Behandlung erfolgen.

Die Diagnose beginnt bei Dr. Bunk mit einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, um Funktionsstörungen im Schulterbereich oder der Wirbelsäule zu erkennen.

Ergänzend werden bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder MRT eingesetzt werden, um strukturelle Veränderungen wie einen Bandscheibenvorfall oder Arthrose sichtbar zu machen.

Bei chronischen Beschwerden werden häufig auch erweiterte Methoden wie eine Stand- und Ganganalyse, eine Störfelddiagnostik, EMG, oder die Messung des vegetativen Nervensystems erforderlich sein, um ein umfassendes Bild der Problematik zu erhalten.

Die richtige Diagnose bei Schulter- und Armschmerzen unter Berücksichtigung der Strukturveränderungen ist wesentlich für die Auswahl der geeigneten Therapieformen und den Erfolg der Maßnahmen.

Basis jeder Therapie ist die gründliche Untersuchung und genaue Diagnosestellung

Wie behandelt man Schulter- und Armschmerzen?

Sehr häufig finden sich beim Armschmerzen Funktionsstörungen wie z.B. Blockierungen im Schultergürtelbereich. Die zielgerichtete Chirotherapie kann in diesen Fällen eine schnelle Linderung der Beschwerden schaffen. Mukuläre Störungen lassen sich zudem sehr gut über das Dry Needling und die Neuraltherapie behandeln.

Liegt ein entzündlicher Prozeß vor, wie z.B. eine Schleimbeutelentzündung oder eine Bandscheibenvorfall, ist es manchmal eine medikamentöse Behandlung nötig. Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente können Schmerzen und Entzündungen reduzieren. Dr. Bunk bespricht mit Ihnen die Möglichkeiten und Ihre individuellen Bedürfnisse.

Häufig kann eine Injektion mit entzündungshemmender Medikamente in das Schultergelenk, Schultereckgelenk oder an andere Strukturen des Schultergelenks schnell helfen. Eine gezielte und präzise Technik, teils unter Ultraschallkontrolle durchgeführt, für eine schnelle Schmerzlinderung insbesondere bei entzündlich veränderten Strukturen, wie z.B. eine Sehnenreizung oder eine Schleimbeutelentzündung.

Bei chronischen Schmerzen ist oft die Stärkung der Schultermuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit hilfreich. Die gezielte Therapie kann Schmerzen gelindert und die Funktion Ihrer Schulter wiederherstellen. Zur Vermeidung von wiederholten Beschwerden, ist oft eine physiotherapeutische Mit- und Nachbehandlung erforderlich.

In den meisten Fällen ist die konservative Behandlung erfolgreich und ausreichend. Sofern eine Operation erwogen werden kann, erhalten Sie eine umfassende Beratung zu den möglichen Verfahren.

Die meisten Schulterschmerzen und Armschmerzen sind ohne Operation zu behandeln. Die konservative Therapie erfordert jedoch eine genaue Diagnosestellung und ein individuelles Therapiekonzept.

Muss ich bei Schulter- und Armschmerzen operiert werden?

Glücklicherweise können die meisten Erkrankungen, die mit Schulterschmerzen und Armschmerzen einhergehen, erfolgreich ohne Operation behandelt werden.

Sogar bei deutlichen Anzeichen von Gelenkverschleiß (Gelenkarthrose) kann eine Kombination verschiedener konservativer Maßnahmen zu einer guten Wiederherstellung der Alltagsfunktion führen.

Das Ausmaß der altersbedingten degenerativen Veränderungen an den Strukturen der Schulter und Halswirbelsäule steht nicht zwangsläufig in direktem Zusammenhang mit den Beschwerden und Schmerzen. Die Störungen in Muskeln und Gelenken sind zunächst immer konservativ zu behandeln.

Bei Schmerzen in Schulter und Arm ist trotz Veränderungen in den Gelenken die konservative Therapie die erste Wahl.

Lassen Sie sich nicht von Schulter- und Armschmerzen einschränken. Mit unserer ganzheitlichen orthopädischen Behandlung können wir Ihnen helfen, Schmerzen zu lindern und die Funktion Ihrer Schulter wiederherzustellen. Buchen Sie jetzt online Ihren Termin, rufen Sie an oder nehmen Sie Kontakt auf zu unserer Privatpraxis für konservative und funktionelle Orthopädie in Berlin-Zehlendorf.