Botulinumtoxin in der Orthopädie

Kann man Botox auch sonst in der Orthopädie verwenden?

Da Botox direkt im Muskel wirkt und viele orthopädische Krankheitsbilder durch muskuläre Funktionsstörungen bedingt sind, konnte verschiedenen Anwendungen erfolgreich entwickelt worden.

So ist Botox eine Therapieoption zum Beispiel bei chronischem Tennisellenbogen (Epicondylopathie humeri radialis) und eine Option bei hartnäckigem chronischen Fersensporn (Plantarfasziitis).

Darüberhinaus ist die Anwendung von Botolinumtoxin zur Behandlung von Zähneknirschen (Bruxismus) geeignet.

Aber auch bei übermäßigem Schwitzen in den Achseln (Hyperhidrose) kann Botulinumtoxin helfen. Die Schweißproduktion ist nach der Behandlung für ca. 6 Monate deutlich reduziert.

Ablauf der Behandlung

Da diese Beschwerden muskulär vermittelt werden, erfolgt mittels zielgenauer Injektion von geringen Mengen Botox an bestimmte Punkte der entsprechenden Muskulatur. Dies reduziert wie bei der Behandlung der chronischen Migräne die Muskelspannung und lindert dadurch die Beschwerden.

Bei der Hyperhidrose wird dagegen die Aktivität der Schweissdrüsen blockiert.

Die Infiltrationen erfolgen nach vorheriger Diagnosesicherung hier in unserer orthopädischen Praxis in Berlin-Zehlendorf.

Was ist bei der Behandlung zu beachten?

Das Verhalten nach der Intervention ist im wesentlichen das gleiche wie bei Botox zur Behandlung der chronischen Migräne.

Übernimmt die Krankenkasse auch diese Behandlung?

Leider ist hier mit einer Erstattung durch die Krankenversicherungen nicht sicher zu rechnen, da es für diese Form der Botox-Therapie bisher noch keine entsprechende Zulassung gibt. Die Therapie erfolgt daher off-label. Eine Behandlung ist natürlich trotzdem erlaubt.

Was kostet dann eine solche Behandlung?

Die Behandlungskosten setzen sich aus dem Preis für das notwendige Botulinumtoxin und der Anzahl der erforderlichen Infiltrationen zusammen. Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich in unserer Sprechstunde.